17.09.2011

Jagdschloss Graupa

Jagdschloss GraupaJagdschloss Graupa


⌂ 1688


Es ist der Sitz der Verwaltung der Richard-Wagner-Stätten Graupa und beherbergt das Museum mit der neuen Dauerausstellung.


externer Wiki-Link Graupa ist reich an landschaftlichen und historischen Sehenswürdigkeiten. In Blütenbäumen eingebettet liegt Graupa am Fuße des Borsberges (355 m).
Im Mittelalter war der Ort ein Vorwerk und wurde 1547 als Rittergut Großgraupa, 1579 als Besitz eines Christoph von Loss und 1659 als Besitz des Freiherrn von Friesen ausgewiesen. Das Wohnhaus des Gutes entwickelte sich in den folgenden Jahren zum Jagdhaus.


Um 1666 wurde das Jagdschloss als Sitz des Freiherrn mit einer Parkanlage und Schwanenteich erbaut. 1755 ging mit dem Tod des Freiherrn der Besitz in kurfürstliche Hand und das Jagdschlosses wurde zur barocken Anlage "Jagdschloss Raupenberg" umgebaut. [1]
 externer Wiki-Link August der Starke legte eine stattliche Lindenallee an.

Als 1800 das Gebäude brannte, wurde es sofort wieder aufgebaut. 1831 wurde es Staatseigentum und zum Wohn- und Amtssitz des Försters des Pillnitzer Reviers sowie 1839 des königlichen Forstmeisters und wurde im selben Jahr mit einem bekrönten Türmchen versehen.

Landesverein Sächsischer Heimatschutz

1918 ging es in den Besitz des Freistaates Sachsen über und wurde vom Forstverwaltungsamt genutzt.
1933 wurden erstmals zwei Schwäne für den Schlossteich als Reminiszenz an Wagners Oper Lohengrin durch den Landesverein Sächsischer Heimatschutz gestiftet.
Ab 1965 wurde das Schloss als Gemeindeamt genutzt. 1982 wurde es saniert und stand ab 2005 leer.
2007 begannen im Innern erste Bau- und ab 2009 umfangreiche Sanierungsarbeiten am Gesamtkomplex. [1]

Ottmar Hörl: Richard Wagner
Der "kleine" Wagner von externer Wiki-Link Ottmar Hörl weist den Besuchern den Weg in den Veranstaltungssaal.

2009 wurde im nahe gelegenen Lohengrinhaus nach Sanierungsarbeiten das externer Link Google-Maps Richard-Wagner-Museum wieder eingerichtet. Hier setzt man sich mit dem Thema "Richard Wagner in Sachsen" auseinander, denn Richard Wagner verbrachte über 25 Jahre seines Lebens in externer Wiki-Link Sachsen und schrieb bzw. konzipierte viele seiner Werke hier.

Jagdschloss Graupa
Jagdschloss Graupa mit dem Weiher und den Schwänen Elsa und Gottfried (2012).
Vergrößerung

Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Schloss am 13.01.2013 läutete deutschlandweit das Richard-Wagner-Jahr zum 200. Geburtstages des Komponisten ein. Das Jagdschloss Graupa ist ein modernes Musikmuseum (audiovisuelle und multimediale Gestaltungsansätze) zum Wirken Richard Wagners.
Der OB von Pirna, Klaus-Peter Hanke, formulierte das so:
Es ist vollbracht! Aus dem lange Zeit leerstehenden Gebäude ist ein architektonisches und kulturelles Schmuckstück geworden, welches ab dem morgigen Sonntag regionale und überregionale Wagner-Freunde anziehen soll. [2]
René Schmidt, der Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft von Pirna sagte u. a.:
Der fast schon legendären Kultur-Achse entlang der Elbe von Meißen bis Pirna wird mit den Richard-Wagner-Stätten Graupa ein Glanzpunkt hinzugefügt, der im Konzert der Musikergedenkstätten in ganz Deutschland Beachtung finden wird. [2]

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Das Jagdschloss und seine Richard-Wagner-Ausstellung - traditionell und multimedial (2013).

In sechs thematisch konzipierten Räumen widmet sich die Exposition dem Leben, Schaffen und Werk Wagners in seiner Dresdner Zeit unter Einbeziehung modernster Multimediatechnik.
Wechselnde Sonderausstellungen bringen weitere Vielfalt für die Besucher. So präsentierte im Frühjahr 2014 die aus Wien stammende Dresdner Künstlerin Lieselotte Theil-Hurshell ihre Bilder und Skulpturen zu Wagners Opern - ein großer Erfolg.

Lieselotte Theil-Hurshell: Lohengrins Schwan. Skulptur 2013
Theil-Hurshell, Lieselotte: Lohengrins Schwan (Gottfried, der verzauberte Bruder Elsas). Skulptur 2013.

Das Lohengrinhaus (Schäfersches Gut) bleibt dabei als Außenstelle erhalten und zeigt die Räume, wie sie in der Zeit von Wagners Aufenthalt ausgesehen haben könnten.

Pirna-TV

Die Gesamtkosten beliefen sich auf über 5 Millionen Euro. Die finanziellen Mittel wurden durch entsprechende Förderprogramme und Fördermittel von EU, Bund, Land Sachsen und des Kulturraumes, der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der Ostsächsischen Sparkasse Dresden sowie durch Spenden des Fördervereins der Richard-Wagner-Stätten, des Gaßmeyer-Förderkreises e. V., bereitgestellt. [2]

Durch den Schlosspark verläuft der Richard-Wagner-Kulturpfad mit seinen Informationstafeln. 


Bilder: 
  1. Vergrößern  Jagdschloss Graupa. 2012.

Quellen:
  1. externer Link Geschichte des Jagdschlosses Graupa
  2. externer Link Offizieller Startschuss der Graupaer Richard-Wagner-Stätten in Pirna - OB Hanke: „Welches Geschenk zu Wagners Ehrentag könnte würdiger sein?“ (Pirna.de) 

Links:

Bibliografie:
  • Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz. Monatsschrift für Heimatschutz, Volkskunde und Denkmalpflege. Hrsg. vom geschäftsführenden Vorstand. 


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