22.02.2016

Karl Wesendonck

Karl WesendonckPD Dr. phil. Karl Ferdinand von Wesendonk,
auch: Carl Wesendonck


* 1857 - † 1934

Physiker, Experimentalphysiker, Privatdozent


Er war ein Sohn von Otto und Mathilde Wesendonck.


Am 18.04.1857 wurde er in Zürich als viertes Kind der Wesendoncks geboren (Familie).

Karl Wesendonck(Vergrößern 2) Er war ein deutscher Physiker. Als Wissenschaftler beschäftigte er sich mit den Themen der angewandten physikalischen Chemie und Elektrochemie.

1872 zog er mit seinen Eltern nach Dresden in die Wienerstraße 14.

In den Jahren 1876 - 1877 studierte er u. a. drei Semester Physik in Bonn. Während dieser Zeit wohnte er in einem Studentenzimmer bei einer Familie Weber in der externer Link Google-Maps Poppelsdorfer Allee 98. [1]

Anfang der 1880er Jahre schrieb er seine Dissertation zu den Spectra der Kohlenverbindungen.
Danach arbeitete er als Privatdozent der Physik an der Universität Berlin. Er veröffentlichte in Fachjournalen (u. a. in Annalen der Physik und Chemie, nature) eine Reihe von Aufsätzen.

1883 wurde er im Berliner Adressbuch des Jahres erstmals erwähnt: externer Link Google-Maps Neue Wilhelmstr. 14 (externer Link). [2]

Berliner Adresse Karl Wesendonck 1883

Am 10.05.1883 heiratete er die Gräfin Eveline von Hessenstein (* 1861 - † 1945) in Berlin.

1884 wurde als Adresse angegeben: externer Link Google-Maps Dorotheenstr. 42 (externer Link).
 
Berliner Adresse Karl und Otto Wesendonck 1884

Am 03.10.1885 wurde sein Sohn Otto-Günther in Berlin geboren.

1887 lautete seine Adresse: externer Link Google-Maps Hitzigstr. 3 (externer Link).

Berliner Adresse Karl und Otto Wesendonck 1887

Am 18.07.1887 kam seine Tochter Blanka in Berlin zur Welt.

1897 lautete sein Adressbucheintrag: externer Link Google-Maps Wilhelmstr. 66 (externer Link).

Berliner Adresse Karl und Otto Wesendonck 1897

1899 wurde er in den Adelsstand erhoben. Das "c" im Namen Wesendonck wurde gestrichen.

Auszug aus dem Berliner Adressbuch des Jahres 1899:

Berliner Adresse Karl und Mathilde Wesendonck 1899

Im Jahr 1900 wird er als Mitglied des Vorstandes (Directors) der Germania Life Insurance Company of New York (Die Deutsche Lebens-Versicherungs-Gesellschaft der Stadt New York, heute externer Link Guardian) aufgeführt, die 1860 von seinem Onkel Hugo Wesendonck gegründet wurde - neben dem Freund seines Onkels, Carl Schurz, seinem Vetter Max A. Wesendonck und einem anderen Verwandten William Schramm.

Directors of Germania Life Ins. Co., N. Y., 1900
Directors of Germania Life Ins. Co., N. Y., 1900. [3]

1900 wird er als einer der Dirctors der Germania Life Ins. Co., N. Y. geführt - neben seinem Vater Hugo, dessen Freund Carl Schurz, seinem Vetter Karl Wesendonck und einem anderen Verwandten William Schramm.

1901 wurde er und seine Mutter im 16. Jahresbericht der externer Link Wikipedia Goethe-Gesellschaft (Vergrößern Jahrbuch XXII. Band) als Mitglied in Berlin geführt.

Eintrag im Jahresbericht der Goethe-Gesellschaft von 1901

1902 lautet sein Adressbuch-Eintrag: externer Link Google-Maps Moltkestr. 2 (externer Link).

Berliner Adresse Karl und Mathilde Wesendonck 1902

Nach dem Tod seiner Mutter im Jahre 1902 waren er und sein Schwager Friedrich Wilhelm von Bissing die Erbengemeinschaft - u. a. der Gemäldesammlung. Sie machten diese der Öffentlichkeit zugänglich.

1911 wurde er im Berliner Adressbuch des Jahres letztmalig erwähnt: externer Link Google-Maps Reichstagufer 10 (externer Link).

Berliner Adresse Karl von Wesendonk 1911

1920 erhielten er und seine Frau das Bürgerrecht in Tartar (in der Schweiz wird das Bürgerrecht einer Stadt oder eines Dorfes erworben, damit man CH-Bürger wird). [3]

Auszug aus dem Bürgerregister Tartar. [4]
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Am 17.04.1934 verstarb er in Cureglia im Tessin, CH. In der externer Link Deutsche Biographie wird sein Todesjahr mit 1926 (?) angegeben. Damit überlebte er als einziges der fünf Kinder von Otto und Mathilde Wesendonck seine Eltern. 

Am 27.06.1933 verstarb sein Sohn Otto-Günther in St. Margarethen.
Am 21.01.1967 verstarb seine Tochter Blanka in Paudex, Suiça, CH.

 

Bilder: 
  1. Vergrößern Ausschnitt: Willich, Cäsar: Bildnis des 3jährigen Karl Wesendonck. 1860, Öl a. Lwd., 56,5 x 45 cm. [SMB 1991/G344] (s. a.: Familien- und Freundesbildnisse)
    Mit freundlicher Genehmigung: StadtMuseum Bonn
  2. Ausschnitt: Sohn, Carl Rudolph: Bildnis des 17jährigen Karl Wesendonck. 1873, Öl a. Lwd., 55 x 44 cm. [SMB 1991/G317] (s. a.: Familien- und Freundesbildnisse)
    Mit freundlicher Genehmigung: StadtMuseum Bonn

Quellen:
  1. Bodsch, Ingrid Dr. (Direktorin StadtMuseum Bonn): eMail vom 27.02.2013.  
  2. Berliner Adressbücher. 
  3. externer Link Columbia University Libraries, Digital Collections. The Trow. Copartnership and Corporation Directory of the Boroughs of Manhattan and Bronx. City of New York. p. 159. 
  4. Herbert Patt, E-Mail, CH-7422 Tartar. 

Links:

Bibliografie:


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