22.10.2010

Der Engel Rafael entschwebt von der Familie Tobias

Rembrandt van Rijn: Selbstporträt. 1659Der Engel Rafael entschwebt von
der Familie Tobias
Rembrandt Hermensz van Rijn


1637

Ölgemälde von Rembrandt, Sammlung Wesendonck


Ein Gemälde aus der Sammlung des Otto Wesendonck.

 
Rembrandt: Der Engel Raphael verläßt die Familie des Tobias
Rembrandt: Der Engel Raphael verläßt die Familie des Tobias.
 
Dieses Gemälde aus der Sammlung Wesendonck ist eine Kopie.
Das Original ist von Rembrandt van Rijn Der Erzengel Raphael verlässt die Familie des Tobias (1637, 66 x 52 cm, Öl auf Holz) und befindet sich in der Sammlung Musée du Louvre, Paris.

In der Bibel ist diese Szene so beschrieben: 
17Der Engel aber sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Fürchtet euch nicht! 18Denn nach Gottes Willen ist es geschehen, dass ich bei euch gewesen bin; darum lobt und preist ihn! 19Es schien zwar so, als hätte ich mit euch gegessen und getrunken; aber ich genieße eine unsichtbare Speise und einen Trank, den kein Mensch sehen kann. 20Und nun ist's Zeit, dass ich wieder zu dem hingehe, der mich gesandt hat; dankt ihr aber Gott und verkündigt alle seine Wunder! 21Und als er das gesagt hatte, verschwand er vor ihren Augen, und sie konnten ihn nicht mehr sehen. 22Und sie fielen nieder auf ihr Angesicht und dankten Gott drei Stunden lang; danach standen sie auf und verkündigten alle seine großen Wunder. [1]

Katalog Wesendonck (A, 1888): 
II. Alte Meister.
Niederländer, Deutsche, Englische und Französische Schulen.

Rembrandt Hermensz van Rijn,
geb. 1606 zu Leiden,
gest. 1669 zu Amsterdam.
Holländische Schule. Schüler des Jacob von Swanenburgh zu Leiden und des Pieter Lastmann zu Amsterdam.

238. Der Engel Rafael entschwebt von der Familie Tobias.
Vor einem alten Gebäude ist der alte Tobias, in gelblichem Gewande, auf Knieen und Händen zu Boden gesunken, während der junge, auf seinen Knieen, sein Haupt erhebt, um mit staunender Ehrfurcht dem himmlischen Führer nachzublicken, der noch einen letzten Blick auf sie werfend, mit ausgebreiteten Flügeln entschwebt. Die alte Mutter des Tobias stützt ihr Haupt auf die Schulter der jungen Frau, die auf der Thürschwelle stehend, anbetend dem Engel nachblickt. Das ganze ist in leuchtendes Halbdunkel gedaucht.

64 cm hoch, 53 cm breit. H.
Gezeichnet R am Sockel der Hausthür.
Stammt aus der Sammlung J. Tho. Stanley auf Palmerston House-Turnbridge bei Sheffield. [2]
  
Katalog "Villa Obernier" (1906):
146. Schule Rembrandts († 1669).
Der Engel entschwebt von der Familie des Tobias. Ähnliches Bild von Rembrandt in Paris (Louvre) v. J. 1637 und eine Radierung v. J. 1641 (B. 43). [3]

Katalog Provinzial-Museum (1914 / 1927):
Nach Rembrandt
(Geb. in Leyden 1606, gest. in Amsterdam 1669.)
225 Der Engel Raphael verlässt die Familie des Tobias. (Kopie.)
Rechts entfliegt der Engel, seine Flügel entfaltend, inmitten düsterer Wolken; links, vor der Schwelle des Hauses, der alte Tobias, zur Erde geneigt, zur Seite sein kniender Sohn. Hinter dieser Gruppe Sarah, die Frau des jungen Tobias, ihre Augen zum Himmel erhebend, und Anna, seine Mutter. Vor ihnen ein Hund.
Holz; h. 0,655, br. 0,545. - Sammlung Wesendonk 238 "Rembrandt". Vorher bei J. Th. Stanley auf Palnerston House-Turnbridge bei Sheffield. Das Originalgemälde Rembrandts vom Jahre 1637 im Louvre, Paris. [4]

Katalog Lempertz (1935):
Nach Rembrandt
geb. 1606 in Leyden, gest. 1669
84 Der Engel Raphael verläßt die Familie des Tobias (Kopie).
Die Tobiasfamilie, in verschiedenen Gebetsstellungen links vor der Tür eines grünumwachsenen Hauses, schaut der nach rechts auffliegenden Engelsgestalt nach.
Holz. H. 65,5, B. 54,5 cm.
Slg. Wesendonk 238 "Rembrandt". - Vorher bei J. Th. Stanley auf Palmerston House-Turnbridge bei Sheffield. - Das Originalgemälde Rembrandts vom Jahre 1637 im Louvre, Paris. - BK 225. [5]

 

Bilder:
  1. Rembrandt van Rijn: externer Link Wikimedia Selbstporträt. 1659, Öl auf Leinwand, 84,5 x 66 cm, National Gallery of Art, Washington, D.C.

Quellen:
  1. Vgl.: Luther Bibel. 1984: Das Buch Tobias. externer Link Tob 12, 11-22
  2. Wesendonck, Otto: Gemälde-Sammlung von Otto Wesendonck in Berlin. Katalog A. Berlin 1888. S. 77. 
  3. Städtisches Museum "Villa Obernier" Bonn: Kurzes Verzeichnis der ausgestellten Gemälde aus der Sammlung von Otto Wesendonk. Bonn 1906, S. 14. 
  4. Cohen, Walter (Hrsg.): Provinzial-Museum in Bonn. Gemäldegalerie. Katalog. Bonn 1914, S. 106 ff. / 1927, S. 108.   
  5. Kunsthaus Lempertz Köln (Hrsg.): Westdeutscher Museumsbesitz. Sammlung Wesendonk - von Bissing. (= Katalog 376) Buchhandlung und Antiquariat Lampertz, Köln 1935, S. 25. 

Links:

Bibliografie:
  • Wesendonck, Otto: Gemälde-Sammlung von Otto Wesendonck in Berlin. Katalog A / Katalog A mit Anhang. A. Haack-Verlag, Berlin 1888.

  • Bodsch, Ingrid (Hrsg.): Stadtmuseum Bonn. Gemälde. (= Bestandskatalog des Stadtmuseums Bonn Nr. 1.) Bonn 1996. 
  • Galland, Georg: Besichtigung des Wesendonckschen Hauses sowie der Gemälde-Galerie. In: Gesellschafts-Vorstand (Hrsg.): "Brandenburgia." Monatsblatt der Gesellschaft für Heimatkunde der Provinz Brandenburg zu Berlin. Unter Mitwirkung des Märkischen Provinzial-Museums, herausgegeben vom Gesellschafts-Vorstande. VIII. Jahrgang 1899 1900. Druck und Verlag von P. Stankiewicz' Buchdruckerei, Berlin 1900, S. 118 - 122.  
  • Kunsthaus Lempertz Köln (Hrsg.): externer Link Onlinebuch Westdeutscher Museumsbesitz. Sammlung Wesendonk - von Bissing. Werke alter Malerei mit 28 Lichtdrucktafeln. Math. Lempertz'sche Kunstversteigerung 376. (= Katalog 376) Buchhandlung und Antiquariat Lampertz, Köln 1935 (27.11.1935).
  • Provinzial-Museum in Bonn. Gemäldegalerie. Vorwiegend Sammlung Wesendonk. Katalog. Erarb. von Direktorialassistent Dr. Walter Cohen. Kommissionsverlag von Friedrich Cohen, Bonn 1914. Mit 103 Tafeln. 
  • Provinzial-Museum in Bonn. Gemäldegalerie. Katalog. Bearb. von Dr. Walter Cohen. Zweite, verbesserte Auflage. Kommissionsverlag von Friedrich Cohen, Bonn 1927. Mit 103 Tafeln. 
  • Rheinisches Landesmuseum Bonn. Gemälde bis 1900. (= Führer des Rheinischen Landesmuseum Bonn. hrsg. im Auftrag des Landschaftsverbandes Rheinland. Nr. 111) Rheinland Verlag Köln, Bonn 1982. 
  • Städtisches Museum "Villa Obernier" Bonn: Kurzes Verzeichnis der ausgestellten Gemälde aus der Sammlung von Otto Wesendonk. Bonn 1906. 


08.10.2010

Das Schweigen des Waldes

Arnold Böcklin: Selbstbildnis mit fiedelndem Tod. 1872Das Schweigen des Waldes
Arnold Böcklin


1885

Ölgemälde von Böcklin, Sammlung Wesendonck


Ein Gemälde aus der Sammlung des Otto Wesendonck.


Arnold Böcklin: Das Schweigen des Waldes. 1885
Böcklin, Arnold: Das Schweigen des Waldes. 1885.

externer Link Wikipedia Böcklin, Arnold (* 1827 - † 1901) schuf 1885 (im Katalog 1886) sein Gemälde "Das Schweigen des Waldes" (Öl auf Holz, 59 x 73 cm). Das Bild wird dem Symbolismus zugerechnet.
1896 wiederholte er das Gemälde, welches sich im Privatbesitz befindet (Öl auf Leinwand, 61 x 51 cm).
1902 ging das Bild in die Sammlung Karl Wesendonck (Erbe) über und befindet sich seit 1930 im Besitz des Nationalmuseums in Posen (Muzeum Narodowe w Poznaniu). [1]
Böcklin “fuhr wie aus einem tiefen Traume auf und gestand dem Grafen, dass er seit Tagesanbruch so sitze und in diesem Zauberwald der Armida alle Wunder hineinträume, die Tasso ersonnen hat.” [2]

Katalog Wesendonck (B, 1888): 
III. Neue Meister. 

Böcklin. A.,
geb. 1827 zu Basel.

410. Das Schweigen des Waldes.
Aus einem dichten Fichtenwald auf Bergeshöhe erscheint zwischen hohen bemoosten Stämmen auf einem wildzottigen Einhorn träumend sitzend, die Hände über ein Knie zusammengelegt, im Haar einen Kranz blauer Blumen, in lichtem silberglänzendem Gewande die weibliche Zaubergestalt des einsamsten Waldes. Zwischen den Stämmen brechen einzelne schmale Streifen bläulichen Lichtes in das Waldesdunkel hinein. Durch einen etwas breiteren Lichtspalt schweift der Blick auf ein tief unten liegendes Seegelände. Das Einhorn schnauft begierig die hereindringende Luft. Ein Eichhörnchen an einem Stamm hält im Klettern inne. Äste, Pilze am braunen Fichtennadel-Boden liegend.

Gez. A. B. (1886 Zürich.)
71½ cm hoch, 58 cm breit. H.

 

Bilder:
  1. Böcklin, Arnold: externer Link Wikimedia Selbstbildnis mit fiedelndem Tod. 1872, Öl auf Leinwand, 75 x 61 cm, Alte Nationalgalerie, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin.

Quellen:
  1. Riederer, Günter; Schuster, Jörg (Hrsg.): Harry Graf Kessler. Das Tagebuch. 1880 - 1937. Zweiter Band 1892 - 1897. Cotta, Stuttgart 2004, S. 564.
  2. Kohle, Hubertus: externer Link PDF Arnold Böcklin 1827-1901. Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Kunstgeschichte, Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte, WS 2008/09.
  3. Wesendonck, Otto: Gemälde-Sammlung von Otto Wesendonck in Berlin. Katalog B mit Nachtrag. Berlin 1888. S. 63.  

Links:

Bibliografie:
  • Wesendonck, Otto: Gemälde-Sammlung von Otto Wesendonck in Berlin. Katalog B mit Anhang. A. Haack-Verlag, Berlin 1888.

  • Bodsch, Ingrid (Hrsg.): Stadtmuseum Bonn. Gemälde. (= Bestandskatalog des Stadtmuseums Bonn Nr. 1.) Bonn 1996. 
  • Galland, Georg: Besichtigung des Wesendonckschen Hauses sowie der Gemälde-Galerie. In: Gesellschafts-Vorstand (Hrsg.): "Brandenburgia." Monatsblatt der Gesellschaft für Heimatkunde der Provinz Brandenburg zu Berlin. Unter Mitwirkung des Märkischen Provinzial-Museums, herausgegeben vom Gesellschafts-Vorstande. VIII. Jahrgang 1899 1900. Druck und Verlag von P. Stankiewicz' Buchdruckerei, Berlin 1900, S. 118 - 122.  
  • Kunsthaus Lempertz Köln (Hrsg.): externer Link Onlinebuch Westdeutscher Museumsbesitz. Sammlung Wesendonk - von Bissing. Werke alter Malerei mit 28 Lichtdrucktafeln. Math. Lempertz'sche Kunstversteigerung 376. (= Katalog 376) Buchhandlung und Antiquariat Lampertz, Köln 1935 (27.11.1935).
  • Provinzial-Museum in Bonn. Gemäldegalerie. Vorwiegend Sammlung Wesendonk. Katalog. Erarb. von Direktorialassistent Dr. Walter Cohen. Kommissionsverlag von Friedrich Cohen, Bonn 1914. Mit 103 Tafeln. 
  • Provinzial-Museum in Bonn. Gemäldegalerie. Katalog. Bearb. von Dr. Walter Cohen. Zweite, verbesserte Auflage. Kommissionsverlag von Friedrich Cohen, Bonn 1927. Mit 103 Tafeln. 
  • Rheinisches Landesmuseum Bonn. Gemälde bis 1900. (= Führer des Rheinischen Landesmuseum Bonn. hrsg. im Auftrag des Landschaftsverbandes Rheinland. Nr. 111) Rheinland Verlag Köln, Bonn 1982. 
  • Städtisches Museum "Villa Obernier" Bonn: Kurzes Verzeichnis der ausgestellten Gemälde aus der Sammlung von Otto Wesendonk. Bonn 1906.